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Emissionshandel

Auf den Punkt

Global Warming Potential

Das relative Treibhauspotenzial mit anderen Worten Kohlenstoffdioxid - Äquivalent bezeichnet, wie viel eine konkrete Menge eines Treibhausgases zum Treibhaus-Effekt beisteuert. Der Wert gibt an, wie hoch die durchschnittliche Erwärmungswirkung über eine gewählte Zeitspanne ist. Für die Auswertung werden in der Regel Einhundert Jahre betrachtet.
 
 
Umweltzertifikate sichern Anrechte einer konkret vorgesehenen Nutzung des Umweltmediums als Inputfaktor zu. Sie genehmigen pro Zeitabschnitt eine festgesetzte Menge an Schadstoff zu emittieren, wobei die im vollen Umfang stehende Emissionsmenge durch die Zertifikatenanzahl beschränkt ist.
Ressourcen zum Thema
  
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Berlin
 

  
Die gemeinnützige Stiftung  Naturschutz Berlin fördert Projekte für den Schutz der Natur und die Pflege der Landschaft


  
Programmwerkstatt Berlin: Bildung für nachhaltige Entwicklung -
 engagiert sich dafür, gegenwärtige und bevorstehende ökologische und soziale kollektive Aufgabe- und Fragestellungen explizit und ganzheitlich in Unterricht und Schulleben einzubringen 


Emissionshandel  


Ein Bestandteil der Umweltpolitik ist der Emissionsrechtehandel. Er verfolgt das Ziel mit möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten die Schadstoffemissionen zu minimieren. Im Jahre 2005 wurde in der EU der Emissionshandel für Emissionen von Kohlendioxid vom Gesetzgeber eingeführt. Allerdings wurde bereits im Jahre 1968 von John Harkness Dales die Idee des Emissionshandels entwickelt. In diesem Jahr veröffentlichte der kanadische Ökonom John Harkness Dales erstmals seine Vorstellung von "Cap and Trade" – deckeln und handeln. Staaten oder Staatengemeinschaften, die in Anlehnung von „Cap und Trade“ dieses Instrument des Emissionshandels nutzen, stellen zunächst erst einmal fest wie hoch die Treibhausgasemissionen maximal sein dürften.

Das Coase-Theorem der Volkswirtschaftslehre war die Basis auf der fußend der kanadische Ökonom seine Ideen weiter entwickelte. Zur Begrenzung der Gewässerverunreinigung durch Industrieabwässer machte Dales den Vorschlag einen Markt für Verschmutzungsrechte zu installieren. Diese Idee stellte eine revolutionäre Neuerung dar, denn sie versetzte die Politik in die Lage für die Gesamtemissionen eine deutliche Höchstgrenze als Umweltziel unmittelbar vorzuschreiben.
  Emissionshandel  Grenzen

Emissionshandel Grenzen Berlin © Zimmer

Zunächst muss für konkrete Emissionsarten (darunter fallen beispielsweise Schwefel- und. Kohlendioxid und Stickoxid) eine Obergrenze politisch festgesetzt werden, die in einem konkreten Gebiet (international, national, regional) und in einem konkreten Zeitraum gelten sollen. Entsprechend dieser Höchstwerte werden danach so bezeichnete Umweltzertifikate ausgestellt, die eine bestimmte Menge an Emissionen erlauben.
Ein Beispiel: für eine konkrete Region gilt die Festlegung der Höchstgrenze von Hundert Mill. Tonnen Kohlendioxid im Verlauf 1 Jahres dann werden Zertifikate ausgegeben, die die Berechtigung enthalten total Hundert Mill. Tonnen Kohlendioxid an Emissionen auszustoßen. In den darauffolgenden Jahren kann diese Höchstgrenze etappenweise herunter gesetzt werden. Diese Zertifikate unterliegen dem freien Handel und der Preis wird, wie im Handel üblich, durch die Nachfrage geregelt. Erfolgen Emissionen ohne Emissionsrecht wird dies mit einer Strafe sanktioniert.
  Emissionshandel  Zuteilung
Emissionshandel Zuteilung Berlin © Zimmer

Die Zuteilung wer welche Anzahl an Zertifikaten bekommt ist eine politische Festlegung. Diese Zuteilungsform benötigt objektive Kriterien um sinnvoll zu sein. Andernfalls entsteht die Gefahr der Begünstigung politisch einflussreicher Interessensgemeinschaften. Bspw. könnten in der Atmosphäre eines überstaatlichen Emissionsrechte-Handels, der zum Ziel hat Schadstoff-Emissionen mit weltweiten Auswirkungen (bspw. Treibhausgase) auf die sich beteiligenden Nationen zu aufzuteilen, die Zuteilung der Zertifikate in Anlehnung an die Anzahl der Einwohner erfolgen. Dann müssten Staaten mit einem vergleichsweise hohen Bedarf an fossilen Brennstoffen bei Staaten mit geringerem Energieverbrauch Zertifikate nachkaufen.
So könnten die Erlöse durch den Emissionsrechte-Handel den wirtschaftlich weniger entwickelten Staaten, die in den meisten Fällen einen geringeren Energieverbrauch haben, dabei helfen in zeitgemäße emissionsarme Technik zu investieren. Diese Form der Ausgabe verursacht keine Kosten.
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