Klimaschutz

Atomenergie

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Auf den Punkt

High Active Waste

In den 440 Kernkraftwerken weltweit fallen pro Jahr weit mehr als acht Tausend Tonnen hochradioaktiver Abfall an.
 
 
Wenn die Laufzeit eines Kernkraftwerks beendet ist, stellt es gefährlichen Strahlenmüll dar.
Die abgebrannten Brennstäbe erfahren zum Teil eine Wiederaufbereitung, d.h. sie werden gewissermaßen recycelt. Auf diese Weise gehen zwar neue Brennelemente hervor, aber auch noch mehr strahlungsaktiver Abfall und enorme Maßen radioaktiv verpesteten Wassers, das nicht selten schlicht ins Meer eingeleitet wird.
Ressourcen zum Thema
  
Initiative für Klimaschutz und Beschäftigung in Berlin-Brandenburg
 


  
Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) - Förderprogramm für Kommunen, soziale und kulturelle Einrichtungen


  
Das Forschungszentrum für Umweltpolitik gehört zu den richtungsweisenden Instituten im Bereich der vergleichenden und weltglobalen Forschung der Umweltpolitik und der nachhaltigen Energiepolitikforschung

 

Atomenergie  


Der Physiker Hans-Friedrich Geitel machte 1899 die Bezeichnung "Atomenergie" für die Phänomene, die mit den radioaktiven Zerfallsprozessen zusammen hängen zum Begriff. Die Begriffe "Atomkraft" und "Atomkernenergie" sind später zusätzlich geprägt worden. Die Nutzung der Atomkraft ist gegenwärtig eine mit großen Gefahren verbundene Technologie. Auf der einen Seite geht von einem Atomkraftwerk eine anhaltende Niedrigstrahlung aus, die eine Gefährdung für die Gesundheit der Anwohner der näheren Nachbarschaft darstellt, auf der anderen Seite ist trotz höchster Sicherheitsstandards die Bedrohung durch einen Kernschmelzunfall nicht auszuschließen. Für Deutschland hat man eine Wahrscheinlichkeit von cirka zwei Prozent, bezogen auf den Verlauf von dreißig Jahren, ermittelt mit der es zu einem Kernschmelzunfall kommen kann nur infolge technischen Versagens. Bei dieser Betrachtung fand menschliches Versagen noch nicht einmal Berücksichtigung. Diese Wahrscheinlichkeit ist in anderen Ländern Europas weit aus höher.

Tschernobyl ist ein warnendes Beispiel für das verheerende Ausmaß einen solchen Unfalls: bislang starben mehrere zehntausend Menschen in Folge der Verstrahlung, 500.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen, eine Fläche von mehreren tausend Quadratkilometern ist bis auf weiteres unbewohnbar, die wirtschaftlichen Belastungen sind noch heute enorm hoch für das Land. Würde ein vergleichbarer Unfall im rund zehnfach dichter bevölkerten Deutschland passieren, müsste man mit Opferzahlen von mehreren Hunderttausend oder gar paar Millionen rechnen und eine Umsiedlung von mehreren Millionen Menschen müsste erfolgen.

  Atomenergie  Ausmaßen

Atomenergie Ausmaßen Berlin © Zimmer

Die Nutzung der Atomkraft verursacht bereits im "Normalbetrieb" Umweltverschmutzungen mit katastrophalen Ausmaßen. Das bereits beim Abbau des Urans. Es fallen cirka 750 Tonnen strahlungsaktiven Abfalls an um eine Tonne Uran zu erhalten. Von den Abbaugebieten werden radioaktive Partikel vom Wind in alle Himmelsrichtungen verweht, radioaktiv belastetes Wasser landet in Flüsse und Seen oder versickert ins Erdreich. Auf diese Weise verseucht der Uranabbau komplette Landstriche strahlungsaktiv und der Lebensraum der in diesen Gebieten ansässigen Menschen wird zunichte gemacht. Um das Uran als Brennstoff in einem Kernkraftwerk nutzen zu können, muss es angereichert werden. Dieser Prozess verursacht weitere radioaktive Abfälle. Das Abbrennen der Brennstäbe hat hochstrahlungsaktive Spaltprodukte zu Folge, deren Radiotoxizität die des Urans um ein Vielfaches übertreffen.

Sg. Oww. B3/R. U. Zimmer Berlin  

  Atomenergie  Abfälle

Atomenergie Abfälle Berlin © Zimmer

Der hochradioaktive Abfall ist um ein Vielfaches toxischer als Uran, es gibt Ingredienzien deren Halbwertszeit bis zu Milliarden Jahren beträgt. In so bezeichneten Endlagern soll der strahlungsaktive Abfall sicher und von der Umwelt isoliert aufgehoben werden, bis keinerlei Gefahr mehr von ihm ausgeht. Die Endlagerung gestaltet sich auch deswegen problematisch da die notwendige Lagerdauer enorm lang ist und je nach hochradioaktivem Abfallprodukt auch noch unterschiedliche Lagerzeit benötigt wird. Bis heute gibt es weltweit kein derartiges Endlager und es ist längst nicht sicher ob überhaupt eine Lagerstätte gefunden wird, die sich zur sicheren Aufbewahrung über so lange Zeit eignet. Für uns heute lebenden Menschen und für alle zukünftigen Generationen stellt der radioaktive Abfall, den die Kernkraft verursacht eine Bedrohung und eine unangemessene Last und Verpflichtung dar.

Sg. Oww. C4/G. U. Zimmer Berlin  

 
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