Klimaschutz Atomenergie Energieeffizienz Erneuerbare Energien Biotechnologie Emissionshandel
Auf den Punkt

Agenda 21

Die Nachhaltige Entwicklung setzt auf Veränderung von Umwelt-, Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik der gegenwärtigen Generation die Befriedigung ihre Bedürfnisse sichert, ohne Beeinträchtigung der Chancen für künftige Generationen.
 
 
Die Agenda 21 stellt ein besonders wichtiges ökologisches Ziel auf; die Konzentrationen der Treibhausgase in der Atmosphäre zu stabilisieren und zwar auf einer Höhe, auf welcher eine gefährliche Einflussnahme auf das empfindliche Klimasystem durch menschliche Aktivitäten unterbunden werden kann.

Notwendige Maßnahmen im Energiesektor zum Erreichen dieses Zieles sind im speziellen:

- Einsparung von Energie
- Steigerung des Energiewirkungsgrades
- erhöhte Nutzung regenerativer Energien
- die Festlegung passender Randbedingungen, etwa die Planung von Wirtschafts-, Umwelt- und Energiepolitik zu koppeln
- entstehende Umweltkosten in Preisgestaltung und Planung einzubeziehen
- Schaffung motivierender Entscheidungshilfen für den privaten Bereich zur Förderung der Energieeffizienz bei Verbrauch und der Herstellung

Nach Agenda 21 sind folgende Einzelmaßnahmen geplant, zu deren Realisierung allerdings internationale Hilfe auf wissenschaftlichem und finanziellem Gebiet notwendig ist:

- die Regierungen der Entwicklungsländer zu befähigen Bedingungen zu schaffen für eine Entwicklung mit Brennpunkt Armutsbekämpfung
- Beteiligung der Bevölkerung auf örtlichen Entscheidungsbereichen
- Beteiligung Nichtstaatlicher Organisationen
- Berücksichtigung der Rechte und der kulturellen Identität der eingeborenen Bevölkerung
- Förderung nachhaltigen Wirtschaftswachstums
- Identifizierung besonders strukturschwacher Gebiete und der Zielgruppen (beispielsweise Bauern, kleine Handwerker, Landlose, Flüchtlinge und nicht zuletzt Frauen)
- Schaffung von Arbeitsstellen

 

Ressourcen zum Thema
  
Die Agenda 21 Berlin auf lokaler Ebene - Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
 

  
Die Plattform für innovative Projekte, Kooperationen und Initiativen, die im Bereich Nachhaltigkeit in und um Berlin aktiv sind 


  
Das Netzwerk Ökologischer Bewegungen engagiert sich für nachhaltige Entwicklung in Berlin und Brandenburg


  
Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin - Ökologische Beratungs-, Bildungs- und Veranstaltungsstätte 

Agenda 21


1992 wurde in Rio de Janeiro auf der Konferenz für Entwicklung und Umwelt der Vereinten Nationen (UNCED) von etwa 172 Staaten die Agenda 21 beschlossen. Sie ist für das 21. Jahrhundert ein Aktionsprogramm für entwicklungs- und umweltpolitische Herausforderungen, ein Leitdokument für einen Entwicklungsweg mit Nachhaltigkeit.

Außer Vertretern der Regierungen nahm an dieser Konferenz ebenso eine Vielzahl von Organisationen teil, die nichtstaatlich gebunden sind. Vielerorts ist nachhaltige Entwicklung zum Leitfaden öffentlichen Handelns avanciert. Die Lokale Agenda 21 ist ihre kommunale Realisierung.

Das vereinbarte Maßnahmepaket des Aktionsprogramms der Konferenz der Vereinten Nationen spricht in erster Linie nationale Regierungen und internationale Organisationen an, dennoch wurden daneben alle sonstigen politischen Strukturen aufgefordert, ihr Handeln diesen Zielen unterzuordnen. Eine Vielzahl globaler Problemstellungen ist auf lokaler Ebene besser lösbar. Aus diesem Grund wird jede kommunale Ebene der 172 Unterschriftenländer dazu aufgefordert eine örtliche Agenda 21 zu entwickeln unter dem Motto „Global denken – lokal handeln!“.


Lokale bzw. regionale Ebene

Bei der Agenda 21 wird der regionalen bzw. lokalen Ebene eine beachtliche Rolle zugesprochen:
Es erging an Gemeinden, Städte und an weitere kommunale Institutionen die Aufforderung mit ihren Bürgerinnen und Bürgern in Gespräche und Konsultationen zu treten und gemeinsam eine Lokale Agenda 21 zu entwickeln.

Viele Probleme und Lösungsansätze, die in der Agenda 21 angesprochen werden, sind auf tätiges Handeln auf lokaler Ebene zurückzuführen. Deshalb ist von besonderer Bedeutung für die Umsetzung der Ziele der Agenda die Mitwirkung und Beteiligung der Kommunen.

In der Hand der Kommunen liegen Errichtung, Verwaltung und Unterhaltung der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Infrastruktur. Ihnen obliegt die Überwachung des Planungsablaufs, die Entscheidung über die Umweltpolitik der Kommunen und die damit verbundenen Umweltvorschriften und des weiteren die Mitwirkung an der Realisierung der regionalen und nationalen Umweltpolitik.

Die Kommunen sind der politische Bereich und die Verwaltungsebene, die bürgernah arbeiten. Das begründet ihre bedeutende Funktion bei der Information und Mobilisierung der Bürger und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für eine umweltverträgliche Entwicklung mit nachhaltiger Wirkung. 
  Agenda 21 Sozial

Agenda 21 sozial Berlin © Zimmer

Die Agenda 21 beinhaltet Festlegungen zur Realisierung sozialer Zielstellungen. Ein Kernpunkt ist dabei die Bekämpfung der Armut, das heißt fortsetzende Sicherstellung der Lebensgrundlagen armer Bevölkerungsschichten. Alle Staaten, die Vereinten Nationen und Nichtstaatliche Organisationen sehen den Kampf gegen die Armut als eine zentrale Aufgabe und gemeinsame Verantwortung an. Zudem verdeutlicht die Agenda 21, dass eine Entwicklungspolitik mit Ausrichtung auf eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen einhergehen muss mit dem Kampf gegen die Armut.

Die wichtigsten Zielstellungen ebenso wie Methoden und Instrumentarien zum Kampf gegen die Armut sowie der fortwirkenden Sicherung der Lebensgrundlagen armer Bevölkerungsschichten werden in dem Aktionsprogramm beschrieben. Es gibt aber eine Vielzahl von Ursachen für die Armut, so dass es keine generelle Lösung für alle Problemfälle und für alle Länder, die betroffenen sind, geben wird. Für die Armutsbekämpfung müssen stattdessen länderspezifische, eingefügte Konzepte erarbeitet werden, einhergehend mit der Schaffung optimaler internationaler Rahmenbedingungen.

Ziele dabei sind:

- alle Menschen zu befähigen auf humane Weise sich selbst ihr tägliches Brot zu verdienen
- die Abhängigkeit armer Menschen von fremdländischer Hilfe, wie Lebensmittellieferungen, zu minimieren d.h. die Unabhängigkeit zu stärken
- Ermöglichung der Nutzung von Geldmitteln, Land und den biologischen Ressourcen
- Verbesserung der Schulung und Ausbildung
- Empfängnisverhütung und Familienplanung
- Durchsetzung der Gleichstellung von Frau und Mann
 

Sg. Oww. O2/P. U. Zimmer Berlin  

  Agenda 21 Ökonomisch

Agenda 21 ökonomisch Berlin © Zimmer

Das Aktionsprogramm der Konferenz der Vereinten Nationen beinhaltet Festlegungen von ökonomischen Zielstellungen.

Zur Erreichung dieser Ziele sind u.a. folgende Maßnahmen notwendig:

- Staat und Wirtschaft in eine Partnerschaft zu bringen, u.a. um nachhaltig geführte Unternehmen zu unterstützen und zu beraten oder zur Einführung passender wirtschaftspolitischer Instrumentarien und gesetzlicher Maßnahmen
- zur Einführung umweltverträglicher Produktionsmethoden und zur Förderung ihrer Verbreitung
- länger andauernde Partnerschaften und Kooperationen zwischen Institutionen und Firmen der Privatwirtschaft aus Entwicklungs- und Industrieländern
- zur Erhöhung des Umweltbewusstseins und zur Stärkung der Produktverantwortung mit Programmeinführung durch Industrie- und Wirtschaftsverbände
- für nachhaltige Entwicklungswege der privaten Wirtschaft mit Aufbau nationaler Räte
- für Projekte der nachhaltiger Entwicklungswege, Etablierung von Fondsgesellschaften
- unter umweltrelevanten Gesichtpunkten der Unternehmensleitung Ausbildungsmöglichkeiten schaffen
- Förderprogramme besonders für Klein- und Mittelunternehmen für nachhaltiges Wirtschaften durch Unterstützung internationaler Sponsoren
- durch verstärkte Forschung, Entwicklung und Nutzung umweltbewusster Verfahren Protektion der technologischen Kapazität in Entwicklungsländern
- Erleichterung der Nutzung umweltfreundlicher Technologien zu bezahlbaren Konditionen.

Sg. Oww.A9/H. U. Zimmer Berlin  
 

Agenda 21 - Aktionsprogramm  © OneWorldWeb.de, Berlin - Umwelt · Menschenrechte · Soziales |  U. Zimmer Berlin |